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und mensch schmilzt nur so dahin

Ich möchte jemanden einsingen,


bei jemandem sitzen und sein.


Ich möchte dich wiegen und kleinsingen


und begleiten schlafaus und schlafein.


Ich möchte der Einzige sein im Haus,
der wüßte:

die Nacht war kalt.


Und möchte horchen herein und hinaus


in dich, in die Welt, in den Wald.


Die Uhren rufen sich schlagend an,


und man sieht der Zeit auf den Grund.


Und unten geht noch ein fremder Mann


und stört einen fremden Hund.


Dahinter wird Stille. Ich habe groß


die Augen auf dich gelegt;


und sie halten dich sanft und lassen dich los,


wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.

~Rilke~

4.3.16 22:38
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


anny (7.3.16 23:27)
https://www.youtube.com/watch?v=tqdGdau2IMY


mensch (9.3.16 17:09)
anny… ein Rilke-fan… ganz klar

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